Blutbank Mistelbach-Gänserndorf

Geschichte und Entwicklung der Blutbank im LK Mistelbach-Gänserndorf

Das Blutspendewesen besteht in Mistelbach schon seit 60 Jahren. Eingeführt wurde es 1952/53 durch Ass. Dr. Hans Herold. Seine Gattin und spätere Primaria Dr. Getraud Herold ist die Gründerin der Blutbank. Seit diesen Jahren wuchs das Verständnis über die Blutgruppenserologie, Immunologie und Hygiene dank bahnbrechender Innovationen in der Wissenschaft stetig an.

Ab 1990 gelten Blut und dessen Bestandteile als Arzneimittel und unterliegen damit dem Arzneimittelrecht. Blutspendeeinrichtungen müssen seit diesen Tagen von einem Facharzt für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin geführt werden.

1999 wurde auch das Blutspenden an sich in der Blutspendeverordnung neu geregelt. In der derzeitigen Fassung ist die Blutspendeverordnung bis heute gültig.

Seit 2008 ist die Blutbank am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf, aufgrund der höchsten Ansprüche bei Qualitätsrichtlinien in der Blutkonservenherstellung, GMP (Good Manufacturing Practice) zertifiziert.

Am 1.1.2011 erfolgte der Zusammenschluss mit der Blutbank des Landesklinikums St.Pölten. Die gesamte Verarbeitung der hier gewonnenen Vollblutspenden findet seitdem in der Blutbank St. Pölten statt. Die verarbeiteten Konserven werden anschließend in der Blutbank des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf gelagert.

Aufgrund dieser Synergie und Dank der zahlreichen Blutspender ist es derzeit möglich die gesamte Region Weinviertel mit den Landeskliniken Hollabrunn, Korneuburg, Mistelbach, Stockerau bis hin zum Landesklinikum Hainburg ausreichend mit Konserven zu versorgen.

Ausblick

Aufgrund der sich verändernden Alters-/Bevölkerungsstruktur muss von einer sich ändernden Versorgungslage ausgegangen werden. Daher ist schon heute der verantwortungsvolle Umgang mit Blutspenden das oberste Gebot. Die aktuellen Zahlen bestätigen den Trend.